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Wer wissen will, wie
ernst es um den ältesten Zuchtverband für American Quarter Horses
in Deutschland, die Deutsche Quarter Horse Association (DQHA),
steht, bekommt bei dieser Meldung einen Eindruck:
Der Vorstand hat am Mittwoch Abend seine Hauptschau, die Q26,
abgesagt, nachdem man sich " intensiv mit der aktuellen wirtschaftlichen
Situation des Verbandes befasst" habe, heisst es in der Meldung
der DQHA. Diese könne "nicht in der gewohnten Form durchgeführt
werden", trotz des in den kommenden Tagen durchgeführten
Einzugs der Sonderumlage von 35 EUR je Mitglied mit erhofften
Mehreinnahmen von rd. 200.000 EUR (siehe
hier).
Der der Sonderumlage zugrunde liegende Sanierungs- und verabschiedete
Haushaltsplan sah am 25. April 2026 noch eine Summe von 175.000
EUR für "Veranstaltungen und Turniere" vor, die
offensichtlich nur drei Wochen später nicht mehr zur Verffügung
stehen:
Ob von dieser Absage nur der AQHA-Teil mit der DQHA Int. Championship
betroffen ist oder die ganze Veranstaltung, ist derzeit nicht
ganz klar:
Aktuell sei man " in Gesprächen mit möglichen Veranstaltern
und Partnern" für die Durchführung zumindest der
DQHA-Futurity-/ Maturityklassen, u.a. mit den Veranstaltern der
Quarter Horse-Europameisterschaft, die Mitte August in Kreuth
stattfindet (siehe hier).
Die erste DQHA Futurity fand 1983 in Aachen statt, mit zehn Absetzern
in der Fohlenklasse. Bei den "Colts" gewann damals ein
Fohlen an der Hand von Christa Rings, bei den "Fillys"
eines von Heidi Risse.
Seitdem musste die
DQHA Q erst einmal abgesagt werden, im Jahr 2020 wegen der weltweiten
COVID-19-Pandemie und den damit verbundenen behördlichen Auflagen
und Beschränkungen. Als kleiner Trost wurde stattdessen ein verkleinerter
„Futurity Cup“ für ausgewählte Zuchtklassen wie Halter, Longe
Line und Trail in Hand organisiert.
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